Berliner FiFs testen den Amsterdamer Nahverkehr

Nachdem wir, die Klasse FiF 17.1, uns bereits 2018 im Rahmen eines Schulausfluges mit dem Hamburger Nahverkehrssystem016 auseinandergesetzt haben, wurden in diesem Jahr, kurz vor Abschluss unserer Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb, die Ziele etwas höher gesteckt und wir haben uns im Rahmen einer drei – tägigen Klassenfahrt mit dem Amsterdamer – Nahverkehrssystem beschäftigt. Organisiert wurde diese Fahrt wieder von Frau Miekley, unserer Englischlehrerin, die auch schon den Ausflug nach Hamburg mit uns durchgeführt hat.
Frau Miekley buchte für uns die Flüge und organisierte eine Unterkunft in einer sehr modernen und gemütlichen Jugendherberge am Rande des Innenstadtbereiches von Amsterdam. Hier wohnten wir in einer ehemaligen Berufsschule, die seit 2004 ein Hostel ist.

Am Abend des 11. September starteten wir zusammen mit Frau Miekley und unserem Klassenlehrer, Herrn Ruske, in Berlin – Schönefeld zu unserer Kurzreise in die niederländische Metropole um an unseren Berufsschultagen, Donnerstag und Freitag, die Infrastruktur und die Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs der Stadt zu erkunden.

022 2Selbstverständlich sollten auch der Spaß und die kulturellen Highlights, die Amsterdam reichlich zu bieten hat, bei dieser Reise nicht zu kurz kommen. So standen unter anderem eine Grachtenfahrt, der Besuch des „Rijks – Museums“ sowie ein Spaziergang durch das historische Stadtviertel „Jordaan“, mit dem Anne Frank Haus, genauso auf unserer Tagesordnung wie eine Visite des Amsterdamer Nachtlebens. Auch ein Ausflug auf das Dach des A’DAM – Turms, dessen Terrasse einen spektakulären Rundumblick über die Stadt und die Umgebung bietet gehörte mit zum Programm. Hier bot sich zudem noch für ganz Wagemutige die Möglichkeit mit „OVER THE EDGE“ in 100 Metern Höhe über den Rand des Turms hinweg auf der höchsten Schaukel Europas zu schaukeln.

Für uns, als angehende Fahrer im Berliner Nahverkehr, war natürlich die Umsetzung des Verkehrskonzepts der Amsterdamer003 Verkehrsbetriebe (GVB) besonders interessant. Dabei standen natürlich neben der eingesetzten Technik und den Fahrzeugtypen auch die Ausstattung der Busse und Bahnen sowie das Liniennetz, die Zugänglichkeit der Haltestellen und Bahnhöfe und die Tarifstruktur im Fokus unserer Beobachtung. Interessant ist hier vor allem, dass sich die rund 800.000 Einwohner der Stadt den nur rund 8 km2 großen Innenstadtbereich mit rund 5 Millionen Touristen jährlich teilen müssen. Hinzu kommt, dass der Anteil der täglichen Fahrradfahrer am Verkehrsaufkommen im Innenstadtbereich mit 58% sehr hoch ist, schließlich ist das flache Holland ja ein typisches Radfahrland. 045
Um h044ier ein möglichst konfliktfreies Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsarten zu ermöglichen wurden in den breiten Zufahrtsstraßen, die zum Hauptbahnhof der Centraal Station führen, die Radwege an den Straßenrand verlegt, während die Linienbus- und Straßenbahnlinien sich die Fahrbahnmitte teilen.
Die Centraal – Station ist auch der Start- und Endpunkt für viele Bus- und Straßenbahnlinien sowie ein Übergang zum Metro-Netz und zu den Fähren, welche die Innenstadt mit den Stadtrandgebieten und der Umgebung verbinden. Natürlich fahren von hier auch die Regional- und Fernzüge ab.
Derzeit verfügt Amsterdam über 15 Straßenbahnlinien, die zumeist mit Einrichtungsfahrzeugen bedient werden. Eine Ausnahme stellt die Linie 5 dar, auf der auch Zweirichtungsfahrzeuge fahren. Die Linie 5 ist auch die am stärksten frequentierte Linie der Stadt, mit rund 37.000 Fahrgästen täglich.

040Einzigartig im Vergleich zu deutschen Städten ist, dass es in jeder Straßenbahn einen Service-Punkt gibt, in denen ein Angestellter der Amsterdamer Verkehrsbetriebe den Ticketverkauf übernimmt und für den Kundendienst und die Touristeninformation zuständig ist. Diese Angestellten entlasten den Fahrer, indem sie den Ticketverkauf und Serviceleistungen übernehmen sowie für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl bei den Fahrgästen sorgen.
Auch Schäden durch Vandalismus konnten dadurch weitgehend eingedämmt werden, erklärten uns die Mitarbeiter.041

Für uns waren diese freundlichen Ansprechpartner eine wichtige Informationsquelle zu allen Fragen, die wir zum Unternehmen hatten. Alle Mitarbeiter, auch die Fahrer, waren sehr freundlich und herzlich wenn wir sie mit unseren Fragen „löcherten“, insbesondere dann, wenn wir uns als „Kollegen“ aus Berlin vorstellten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Kurztrip uns nicht nur eine facettenreiche europäische Metropole nähergebracht hat, in die einige sicherlich nochmals reisen werden, wir konnten nebenbei auch hautnah erleben, wie unsere Kollegen im holländischen Nachbarland arbeiten. Beides war sehr spannend und informativ und, wie jede schöne Reise, leider viel zu kurz.

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